> App-Entwicklung: nativ, hybrid, responsiv?


 

 

Eine zentrale Frage bei der App-Entwicklung ist die technische “Umsetzungsphilosophie”. Sie beeinflusst maßgeblich wichtige Aspekte wie z.B. die User Experience, die funktionale Abdeckung, Kosten, Erweiterbarkeit, Skalierbarkeit oder Sicherheit, um nur einige zu nennen. Erfahrungsgemäß bestehen dabei viele Unklarheiten und Missverständnisse, die wir hier klären möchten.

 

responsiv klein

Was soll eigentlich entschieden werden? Vielleicht offensichtlich, aber meistens doch unklar: Ausgangspunkt ist immer die Frage, wie der Nutzer auf die Lösung zugreifen können soll. Die zwei zentralen Optionen mit ihren Unteroptionen sind hier:

 

Zugriff via App-Store App

 

  • nativ

 

  • hybrid

 

Zugriff via mobile Browser (also kein Download aus dem App-Store)

 

  • responsiv

 

  • nicht-responsiv

 

Beide Zugriffsmöglichkeiten wollen wir daher beleuchten:

 

1. Zugriff via App-Store App

 

Apps, die in einem App-Store runtergeladen und installiert werden können (z.B. Google-Play für Android oder iTunes für Apple iOS), müssen in der Programmiersprache des jeweiligen Betriebssystems (z.B. iOS oder Android) programmiert werden. Diese Apps bezeichnet man als “native” apps – sie laufen nur auf Geräten mit dem entsprechenden Zielsystem. Vorteil von native programmierten Apps ist, dass sie die von Geräten und Betriebssystem bereitgestellten Funktionen optimal nutzen.

 

Eine Entwicklungsalternative stellen sogenannte “hybride” Apps dar. Diese werden zunächst mit anderen Programmiersprachen und Tools entwickelt und erst danach in die jeweiligen Programmiersprachen der mobilen Betriebssysteme “übersetzt”. Da es hier also um ein Zusammenspiel von html-basierten Programmiersprachen (Ausgangsbasis) und den jeweiligen mobilen Programmiersprachen (Übersetzung in native) handelt, spricht man von hybriden apps.

 

Der Vorteil ist hier, dass der Code dabei recht einfach in mehrere Ziel-Programmiersprachen übersetzt werden kann. Es ist also in der Regel kosten- und zeitgünstiger möglich, Apps über mehrere Plattformen verfügbar zu machen. Hybride Apps können auch recht einfach so programmiert werden, dass Sie auf verschiedenen Formaten optimiert dargestellt werden (z.B. Tablet und Smartphone). Sie verhalten sich also sozusagen “responsiv”, auch wenn dieser Begriff aus der Web-Welt kommt (siehe unten) und bei App-Store-Apps der Klarheit halber vermieden werden sollte.

 

2. Zugriff via mobile Browser

 

Diese Option kommt häufig als zusätzliche Option ins Spiel, da vielleicht schon eine Web-App existiert, auf die man über einen Desktop-Browser zugreifen kann. Gestaltet man eine solche Web-App responsiv heißt das, das bei einem Zugriff über einen mobilen Browser auf dem Handy eine andere Darstellung erfolgt: die Web-App kann dann in diesem kleineren Format aussehen und funktionieren wie eine App-Store App.

Hier muss man aber im Kopf behalten, dass es sich trotzdem um eine Web-App handelt, die man nur im Browser benutzen kann.

Zur effektiven Umsetzung und Standardisierung der User Experience solcher Web-Browser Apps können Frameworks wie bootstrap verwendet werden.

 

Umsetzungs-Implikationen:

Geht man zunächst von einer Web-Browser App aus, so ist trotz der heutigen technischen Möglichkeiten zu beachten, dass die User Experience gegenüber App-Store Apps leicht eingeschränkt ist. Funktionen oder Workflows sind hier zum Teil nicht so flüssig oder intuitiv umsetzbar, wie man es von App-Store Apps gewohnt ist.

 

Auch häufig relevant ist das Verständnis, dass bei der Entwicklung von nativen/hybriden App die Programmierung einer entsprechenden Backend-Schnittstelle (API) notwendig ist (heute in der Regel über ein JSON/Rest-Format). Hier besteht also Mehraufwand gegenüber einer Web-Browser App.

 

Häufigste Umsetzungsform:

Die Wahl des richtigen technischen Ansatzes ist natürlich von Fall zu Fall zu prüfen.

Gerade bei server-basierten Lösungen haben sich aufgrund der technischen Weiterentwicklung jedoch hybride Apps als häufigste Umsetzungsform herausgebildet. Selbst Spezialanforderungen, z.B. bei Offline-Funktionalität, können damit heute sehr gut abgebildet werden.

Nur, wenn es wirklich überzeugende Gründe oder Herausforderungen für eine rein native Umsetzung gibt, empfehlen und gehen wir bei Pocketweb diesen Weg.

Häufig wird parallel eine Desktop-Browser-Version umgesetzt, so dass der Nutzer auch vom Arbeitsplatz auf die Lösung zugreifen kann. Diese gestalten wir standardmäßig responsiv, so dass ein Zugriff auch über einen mobilen Browser qualitativ hochwertig erfolgt.

In solch einem Szenario entstehen dann folgende Komponenten:

  • Server-Backend
  • JSON/Rest Schnittstelle
  • Hybride App-Store Apps für verschiedene mobile Plattformen (in der Regel iOS und Android für Smartphones und Tablets)
  • Responsive Web-Browser App für Desktop, Tablet und Smartphone

 

Bei Rückfragen stehen wir hierzu gerne zur Verfügung.

Rufen Sie einfach durch: 030 – 915 614 70 – oder loslegen@pocketweb.de